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Sicherheit im Haus — die Grundlagen

Keine Zertifizierungstheater. Für ein Haus mit 15 Arbeitsplätzen zählen sechs Dinge, die man wirklich durchhält. Den Rest kann man später nachziehen.

1. Konten und Passwörter

Jeder Mitarbeiter ein eigenes Konto, keine Sammelanmeldung an der Rezeption. Administrator getrennt vom Alltagskonto. Passwortmanager statt Excel-Liste. Wo der Dienst es hergibt: zweite Stufe am Smartphone.

2. Updates

Betriebssystem, Browser, PDF-Reader, Fachanwendung. Ein Kalender schlägt ein Fenster außerhalb der Sprechzeiten. Server nicht „irgendwann nachts“, sondern mit Rollback-Notiz.

3. Sicherung und Restore

Sicherung ohne Wiederherstellungstest ist nur Hoffnung. Einmal im Monat eine Stichprobe zurückspielen und Dauer notieren. Eine Kopie außer Haus, nicht nur die Platte neben dem Server.

4. Netz trennen

Büro, Gäste, Produktion und Haustechnik gehören nicht in ein VLAN. Ein kompromittierter Besucherlaptop soll nicht an die Buchhaltung kommen. Fernzugang nur für benannte Personen, mit Ablaufdatum.

5. Phishing und USB

Kurze, wiederkehrende Übung schlägt jedes Poster im Putzraum. Unbekannte Sticks nicht am Buchhaltungs-PC. Rechnungen „von der Bank“ zuerst über das bekannte Portal prüfen, nicht über den Link in der Mail.

6. Rechte aufräumen

Austritt am selben Tag: Konto, WLAN, VPN-Profil, Cloud. Ehemalige Honorarkräfte nicht „noch drei Monate, falls etwas nachkommt“.

Was wir im Bestand prüfen

Vor einem Betriebsvertrag gehen wir die Liste mit Ihnen durch. Nicht um Angst zu machen — um zu sehen, wo der nächste realistische Schritt liegt.

  • Wer hat lokale Admin-Rechte, und warum?
  • Wann war der letzte erfolgreiche Restore, nicht der letzte Backup-Job?
  • Welche Ports sind aus dem Internet erreichbar?
  • Liegt das NAS im selben Netz wie die Arbeitsplätze?
  • Gibt es ein schriftliches Bild der Freigaben?

Daraus wird kein 80-Seiten-Audit. Ein Kurzprotokoll und drei priorisierte Maßnahmen reichen für den Anfang.

Bestand kurz schildern